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Die Harald Schmidt Show – das Ende ist beschlossen
| TV, Kino, Film |
Gefühlte 10 mal schon wurde die Harald Schmidt Show eingestellt oder von einem zum anderen Sender geschoben. Die Beisitzer wechselten immer mal wieder, teilweise machte es Harald Schmidt auch alleine. Zudem wurden im Lauf der Jahre die Sendetage und –zeiten geändert und auch die Intervalle in denen die Harald Schmidt Show zu sehen war, blieben beim besten Willen nicht konstant.
Alles hat nichts gebracht, die Quoten sanken tendenziell immer weiter und jetzt zieht Sat1 die Reißleine.
Die Harald Schmidt Show wird eingestellt und das zum 3. Mai 2012. Das teilte Sat1 und die Produktionsfirma Kogel & Schmidt eben gerade mit.
Dabei war „Dirty Harry“ erst am 13. September 2011 bei Sat1 wieder auf Sendung gegangen. Die Sendungen wären gut gewesen, die Einschaltquoten aber nicht, so Produzent Fred Kogel. Aha! … fällt mir dazu ein. Ist also der Zuschauer Schuld? Den Spruch von Fred Kogel hört man so oder so ähnlich immer wieder aus der Politik, die von Harald Schmidt doch so gerne attackiert wurde. „Die Botschaft konnte den Menschen nicht vermittelt werden“ heißt es da und irgendwie klingt es nach „Ihr seid zu blöd für diese Sendung“.
Aber jetzt mal im Ernst. Wer die Harald Schmidt Show über die Jahre verfolgt hat, wird festgestellt haben, dass Harald Schmidt viel von seinem Biß und seiner Kreativität verloren hat. Die Show wurde über die Jahre immer langweiliger (natürlich gab es vereinzelt immer noch Höhepunkte) und auch die Beisitzer kamen nachfolgend an die „Klasse“ von Grimme Preisträger Manuel Andrack (war bis 2007 Schmidts Beisitzer) nicht mehr heran. Vor allem die Kombination mit Oliver Pocher war ein echter „Schuss in den Ofen“.
Die Konsequenz aus dem „Qualitätsverlust“ spiegelte sich in den Einschaltquoten wider. So war der Senderdurchschnitt von 10,2 Prozent bei den 14-49 jährigen bei weitem nicht erreichbar.
Trotzdem ist es schade, das mit dem Ende der Harald Schmidt Show die klassische Late Night und ein begnadeter Entertainer ausscheidet, aber es ist einfach an der Zeit für ihn auszusteigen. Ein Thomas Gottschalk zum Beispiel hat diesen Zeitpunkt wohl verpasst.
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